Kursinhalt
Reparaturanleitungen Haushaltsgroßgeräte


Ausführung der Arbeit:

  • Überprüfung der Materialien, Betriebsmittel und Werkzeuge auf Unversehrtheit
  • Gerät spannungsfrei machen (Stecker ziehen) und gegen Wiedereinschalten sichern. Wasserhahn zudrehen.
  • Wasser aus dem Pumpensumpf entfernen.
  • Die Wartungsklappe an der Unterseite des Geräts ist zu entfernen. (Bei BSH wird die rechte Seitenwand entfernt und die Leistungselektronik ausgebaut.)
  • Je nach Gerät und Fehlerbild sind die Heizung oder die Umwälzpumpe zu überprüfen:
    • Der Widerstand des Heizelements sollte bei 20 bis 30 Ohm liegen. Zusätzlich wird der Isolationswiderstand mit einer Messspannung von 500 V gemessen. Die Messung ist an beiden Anschlüssen vorzunehmen.
    • Sofern Temperatursensoren in der Heizung bzw. Heizpumpe verbaut sind, sollte der Widerstand der Temperatursensoren zwischen 5 und 12 Kiloohm liegen.
    • Der Widerstand der Motorwicklungen der Umwälzpumpe sollte im Bereich von einigen Ohm liegen. Alle Wicklungen müssen den gleichen Widerstand aufweisen.
    • Sofern ein Betriebskondensator vorhanden ist, muss die Kapazität der Aufschrift entsprechen. Achtung: Der Kondensator kann noch geladen sein. Durch einen Kurzschluss der Kontakte sollte er entladen werden.
    • Alle Messungen sollten direkt an den Steckkontakten vorgenommen werden.
  • Entspricht einer der Messwerte nicht den Sollwerten oder liegt ein mechanischer Fehler vor (z. B. Lagerschaden), ist das defekte Bauteil zu tauschen:
    • Die Steckverbindungen der Heizpumpe bzw. der Umwälzpumpe oder des Durchlauferhitzers werden gelöst, Schlauchschellen und Schläuche entfernt, Halterungen gelöst und das Bauteil ausgebaut.
    • Bei einigen Heizpumpen (z. B. von BSH oder Miele) muss die gesamte Heizpumpe getauscht werden. Bei vielen anderen Herstellern ist die Heizung mit einem Bajonettverschluss mit der Umwälzpumpe verbunden. Der Bajonettverschluss wird gelöst.
    • Der Einbau des neuen Bauteils erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Auf den korrekten Sitz von Dichtungen und Schläuchen ist zu achten.
  • Die Wartungsklappe wird geschlossen. (Bei Geräten von BSH wird die Leistungselektronik wieder eingebaut und die rechte Seitenwand angebracht.)
  • Wasserhahn öffnen.

 

 

 

 

 

Defekte BSH Heizpumpe

Die Heizpumpe bei einem BSH-Geschirrspüler sorgt dafür, dass die Spüllauge umgewälzt und erwärmt wird. Im hinteren Teil der Heizpumpe sitzt die Pumpe. Über die Messung des Motorstroms bestimmt die Steuerelektronik den Wasserstand im Gerät. Indirekt kann über den Wasserstand die Menge des Geschirrs bestimmt werden. Ist viel Geschirr im Gerät, haften viele Wassertropfen am Geschirr an. Der Wasserstand im Pumpentopf sinkt, nachdem die Lauge umgewälzt wurde. Ein geringerer Motorstrom ist notwendig, um das Wasser umzuwälzen.

Ist die Heizpumpe durch einen Fremdkörper blockiert, reicht es in der Regel nicht aus, diesen zu entfernen. Oft kommt nach einigen Tagen erneut die Fehlermeldung E20, E21 oder E22. Ein Zeichen dafür, dass die Umwälzpumpe falsche Signale liefert. Mit einem Steckschlüssel kann die Heizpumpe per Hand gedreht und damit überprüft werden. Es darf so gut wie kein Widerstand merkbar sein. Der Rotor darf kein Spiel haben.

Das Heizelement der Heizpumpe besteht aus einem Metallring, auf dem eine Heizfolie aufgebracht ist. Ablagerungen von Schmutz oder Fremdkörpern können eine örtliche Überhitzung der Heizfolie hervorrufen. Die beiden rechten Kontakte der Heizung sollten einen Widerstand von ca. 20 Ohm aufweisen. Ein Heizungsfehler wird mit der Fehlermeldung E09 angezeigt. Bei eingeschalteter Heizung hat der Geschirrspüler eine Stromaufnahme von ca. 9 A.

Da keine Einzelteile der Heizpumpe bestellbar sind, muss in beiden Fehlerfällen die Heizpumpe getauscht werden. Dazu ist das Gerät auszubauen, die rechte Seitenwand zu entfernen und die Leistungselektronik herauszunehmen. Mit einer Drehung der Heizpumpe im Uhrzeigersinn wird diese entnommen. Die werkseitig montierte Schlauchschelle am Anschluss zur Wasserweiche wird durch die mitgelieferte Schraubschelle ersetzt. Diese wird auf den Anschlussstutzen der Wasserweiche aufgesteckt und zunächst so weit zugedreht, dass sie nicht herunterrutscht. Die neue Heizpumpe wird zunächst auf den Anschluss des Pumpensumpfes gedrückt und dann mit einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn in Position gebracht. Die Schraubschelle wird handfest angezogen. Nach der Reparatur ist eine Messung nach DIN VDE 0701 durchzuführen.

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